St. Ingbert öffnet Tür und Tor

Projekt der Jungpfadfinderstufe

Infoblatt
Bilder
Bauplan
Bericht
Projektpartner

Unser Kunstwerk wird zur Zeit in der Galerie Leismann ausgestellt.

aus dem Infoblatt vom Kulturamt der Stadt St. Ingbert
 
Offen für Vielfalt, St. Ingbert öffnet Tür und Tor

Unter dem Titel „Offen für Vielfalt, St. Ingbert öffnet Tür und Tor“ konzipiert die Stadt St. Ingbert in Zusammenarbeit mit der Stadtmarketing GmbH und dem Institut für aktuelle Kunst im Saarland ein Kunstpädagogisches Projekt im öffentlichen Stadtraum. Von Kindern und Jugendlichen gestaltete Tore werden temponär das Stadtbild St. Ingberts bereichern und der saarländische Künstler Dirk Rausch wird für das neu erbaute Kinderfreizeithaus ein dauerhaftes Kunst-am-Bau-Projekt zum Thema „Tür und Tor“ schaffen. Die Gesamte Kunstaktion eröffnet einen thematischen Rahmen, der Spielraum für eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Die im öffentlichen Stadtraum durch die Kunstaktion angesprochenen Betrachter werden durch die Kunsttore willkommen geheißen, das kulturelle, touristische, gastronomische Angebot der gastfreundlichen Stadt St. Ingbert zu nutzen. Es ist ein Versuch, das Stadtbild vermehrt durch Kunst im öffentlichen Raum zu definieren und zugleich den beteiligten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, die eigene gestalterischen Fähigkeiten im Umgang mit dem Thema „Tür und Tor“ zu erproben.

 
Das Thema Tür und Tor

Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Tür und Tor“ eröffnet viele Dimensionen. Tore, Portale, Türen oder Pforten erfüllen verschiedene Funktionen; sie sind Zweckobjekte, die den Verkehr von Menschen und Waren regeln, können aber auch Repräsentationsfunktionen bedienen. Geöffnete Türen ermutigen zum Eintreten, symbolisieren Begriffe wie Offenheit, Gemeinschaft und Kontaktfreudigkeit.

 
Brauchtum und Sprichwörtlichkeit

Zahlreiche Bräuche und Sprichworte sind mit den Begriffen „Tür“ und „Tor“ verbunden, was die ständige Auseinandersetzung mit dieser Thematik beweist. So können Türpfosten rituelle Symbole tragen, um Heil auf die Eintretenden herabzurufen. In vielen Märchen sind verschlossene Tore ein wichtiges Erzählelement, mit dem Spannung erzeugt wird. „Tor!“ – ist bei vielen Mannschaftssportarten der Gegenstand, den es zu treffen gilt. Sprichwörtlich „läuft man offene Türen ein“, „fällt mit der Tür ins Haus“ oder schlägt jemandem die Tür vor der Nase zu“.

   
Kulturhistorische Bedeutung

Kulturhistorisch verweist das Türmotiv auf eine lange Tradition: von Scheintüren in alt-ägyptischen Pharaonengräbern über die römischen Janusthematik und christliche Türmetaphern im Alten und Neuen Testament bis hin zu mittelalterlichen Stadttoren fächert diese Symbolik ein weiteres Spektrum auf.

In der Kunst steht die Tür als Symbol des Übergangs ebenso wie der Veränderung und des Durchbruchs. In der Architektur erfüllt die Portalkunst vielfältige funktionale und symbolische Bedingungen. So bilden z.B. mittelalterliche Kirchenportale eine sichtbare Zäsur zwischen Sakral- und Profanraum. Während barocke Schlossportale der absolutistischen Machtrepräsentation dienen, symbolisiert die Portalkunst im Historismus abstrakte Machtsysteme, wie Demokratie, Rechtsprechung, etc. Insbesondere in historischen Stadtkernen befinden sich heute noch Stadttore, die häufig als Wahrzeichen ihrer Stadt einen Anziehungspunkt für Touristen bilden (Porta Nigra, Trier, 2. Jh. N. Chr.). Zahlreiche Künstler haben sich in verschiedenen Medien mit dieser Thematik auseinander gesetzt (z.B. Christo und Jeanne –Claude, The Gates, 1975-2005, New York, Central Park).

Janusbogen, um 306-337, Rom
Porta Nigra, 2. Jh. n. Chr., Trier
 
 
 
Christo und Jeanne-Claude, The Gates, 1975-2005, New York
 


 
Kunsttore zum Thema „Offen für Vielfalt, St. Ingbert öffnet Tür und Tor“

Für eine Kunstaktion im öffentlichen Raum und kunstpädagogische Arbeiten ereignet sich das Thema „Tür und Tor“ besonders.
Der Projektablauf gestaltet sich folgendermaßen: bis zu den Sommerferien 2005 erfolgt die Ansprache der potentiellen Akteure sowie die Projektvorstellung. Durch eine verbindliche Teilnahmebestätigung an der Kunstaktion qualifizieren sich die Akteure an dem Projekt. Nach den Sommerferien werden den teilnehmenden Gruppen Torrohlinge zur Verfügung gestellt. Über eine kreative Entwurfsphase, während der die Gestaltenden in Skizzen und Modellen ihr entgültiges Konzept entwickeln, erfolgt im September und den beiden ersten Oktoberwochen die künstlerische Gestaltung der Tore.

 
Kunst-am-Bau, Kinderfreizeithaus, Dirk Rausch

Nach den Sommerferien wird auch Dirk Rausch mit den Kindern des neu erbauten Kinderfreizeithauses ein kunstpädagogisches Projekt zum Thema „Tür und Tor“ realisieren, indem er mit den Kindern gemeinsam kreativ tätig wird. Für das Kinderfreizeithaus wird Dirk Rausch in der Folge ein dauerhaftes Kunst-am-Bau-Objekt zum Thema „Tür und Tor“ schaffen, das zur Einweihung des Kinderfreizeithauses, Mitte Oktober 2005, fertig gestellt sein wird.

 
Die Vorstellung des Projektes im öffentlichen Raum

Mit der Einweihung des Kinderfreizeithauses und des damit verbundenen Kunst-am-Bau-Objektes erfolgt auch die öffentliche Vorstellung der Gesamtaktion. Während einer Ausstellung von ca. einem Monat werden die gestalteten Kunsttore im öffentlichen Raum präsentiert. An den Toren können zusätzliche Aktionen von den Beteiligten selbst durchgeführt werden, um auf das eigene Anliegen oder die mit dem Tor verbundene Idee hinzuweisen.

 
Ziel

Das Ziel ist die Herstellung von Öffentlichkeit für die Kunstaktion im öffentlichen Raum, für das Kunst-am-Bau-Projekt am Kinderfreizeithaus und für folgende Aktionen, die im Zusammenhang mit dem Leitbild und Kunstaktionen im öffentlichen Raum künfzig geplant sind. Im Anschluss an das Projekt „Offen für Vielfalt, St. Ingbert öffnet Tür und Tor“ kann eine Fotoausstellung die Aktion dokumentieren.

 
Realisation des Tor-Projektes

Den Akteuren der Kunstaktion wird jeweils ein aus Holz gefertigtes Grundgerüst für das Kunstobjekt sowie ein Materialkostenzuschuss zur Verfügung gestellt. Die Tore bestehen aus einem vorgefertigten hölzernen Grundmodul, das in der Durchgangsbreite variieren kann. Die künstlerische Gestaltung wird den Beteiligten selbst überlassen. Verschiedenste Materialien zur Gestaltung der Tore wären denkbar: Textil (Stoff, Wolle, Seil, Teppich, Netz), Kunststoff-Folie, Draht. Naturprodukte (Äste, Zweige, Pflanzen), Farbe, Karton, Papier, Gips, Recyclingmaterialien u.a. Auch die Gestaltung der Torsituation als Bodenplastik ist möglich: Sand, Steine, Absperrband

Die Gestaltung der Tore kann von den Akteuren vorbereitend oder vor Ort vorgenommen werden. Die Aufstellung und Befestigung der Kunstobjekte im Stadtbild wird auf Wunsch von Mitarbeitern des Bauhofs übernommen.

 

Bilder

Gruppenstunde am 21. September 2005
Bilder folgen Vorstellung des Projektes durch Frau Sandra Krämer
Gruppenstunde am 28. September 2005
Bilder folgen Zeichnen von Entwürfen und Planung
Gruppenstunde am 05. Oktober 2005
Die Holzplatten für unser Tor werden vorgestrichen
Workshoptag am 08. Oktober 2005
Zusammen mit dem Taam desGrafittikünstlers Nils König werden die Tafeln gesprüht
Stammesinterne Eröffnung des Tores am 15. Oktober 2005
Im Rahmen des Weltpfadfindertreffens über Internet, wurde unser Tor zusammen mit Eltern und Gästen eröffnet.
Eröffnung durch den "1. Rohrbacher Pfadfinder Posaunen Musikcorps"
Frau Sandra Krämer vom Kulturamt
1. Offizieller Tordurchgang
Liedbeiträge
Aufbau des Tors im Skulpturengarten der Firma Leismann am 25. Oktober 2005
Abholung am Jugendheim und Aufbau des Tores durch den Bauhof der Stadt St. Ingbert
Feinarbeiten

Bericht

Bericht folgt

Bauplan

Bauplan folgt

Projektpartner
Das ganze Projekt erfordert viele Geld und Materialspenden, die vom Kulturamt entsprechend verteilt wurden. Wir möchten uns beim Autohaus Weis in St. Ingbert und der Schreinerei Hans Wagner in Rohrbach für die Unterstützung bedanken
 
Helfer
Ganz am Ende sollen auch die Künstler genannt werden:
Michel, Silke, Lisa, Laura, Meli, Simon, Benne, Jamina, Annerie und Kevin. Anleitung zum Sprühen bekamen wir von Spezi und seinem Team.