Presseberichte

2006

Wochenspiegel vom 4. Oktober 2006
Pfadfinder wurden Meistersänger
Das traditionelle "Kerwesinge" war Magnet für viele Zuhörer

Die höchste Bewertung beim Rohrbacher „Kerwesingen“ erhielten die Pfadfinder vom Stamm St. Georg. Anstelle eines Fasses mit 50 Lieter Bier gab ihnen der Männerchor 100 Euro. Moderator Martin Biedermann stiftete zusätzlich 50 Liter alkoholfreie Getränke.

In einer überaus stattlichen Zahl besuchten Rohrbacher Mitbürger das siebte „Kerwesingen“ in Folge, zu dem der Männerchor 1860 auf dem Hof der Wiesentalschule eingeladen hatte. Bei sonnigm spätsommerlichem Wetter, geselliger Unterhaltung und einer zünftigen „Kerweredd“ mit kritischen Anmerkungen des Lokalmatador Günter Weiland, herrschte rundum frohe Laune.
DasOutfit der Gesangsgruppen und auch die Liedvorträge werden immer perfekter, so dass die Jury es in diesem Jahr besonders schwierig hatte, die Meistersänger beim Kerwesinge zu ermitteln.

Ortsvorsteher Hans Wagner erläuterte die schwierige Entscheidung näher: „Dir Wertungen der Teilnehmergruppen – würde man sie mit einem Meterstab messen – lagen zwischen 99 und 199 Zentimeter. Sie lagen nicht um Milimeter, sondern um Mikrometer beieinadner, so dass ein zusätzliches Bewertungskriterium, nämlich „Schönheit und Ausstrahlung“ der Gruppen zur Entscheidung herangezogen wurde.“
Der Vorsitzende des Männerchores Roland Weber hieß die Gäste mit dem Rohrbacher Slogan „Wem iss die Kerb?“ willkommen, nachdem der Schützenverein mit einem dreimaligen Salutschießen lautstark die „Rohrbacher Kerb“ eröffnet hatte. Er dankte unter anderem dem Ortsrat, der das Kerwesinge auch finanziell unterstützt habe.
Spritzig und mit Humor gewürzt moderierte Martin Biedermann die dreieinhalb-stündige Veranstaltung.
An dem „Kerwesingen“ beteiligten sich der Frauenstammtisch des Männerchores, die Pfadfinder St. Georg, derMusikverein, die Kolpingfamilie, die 90er Bierbuwe und der Tischtennisclub.
Die Jury bestehend aus Ortsratsmitgliedern legte für die Bewertung folgende Kriterien an: optisches Erscheinungsbild, Originalität der Lieder, Schwierigkeitsgrad, melodisch gefällig, Aussprache und Textverständnis.
Mit besonderer Spannung erwarteten die Festbesucher die „Kerweredd“ von Günter Weiland, der humorvoll, zuweilen auch kritisch vielerlei Themen aus dem Ortsbereich aufgriff. Den oRtsvorsteher bezeichnete er als Mann mit Mut mit seinen Ideen und Initiativen bezüglich des Kahlenberges, frozzelte über die „FKK-Saison“ am Glashütter Weiher und sinnierte über die geplante Mobilfunkantenne am Sportplatz unter anderem. Eine Super Kerweredd, für die ihm reichlich Beifall zuteil wurde.


 

 

 

2005

SZ vom Montag, 28. November 2005
SZ-Adventswanderung 2005

 

Das Beten hatte sich gelohnt

Kurz bevor das Lied ,,Hosianna“ über den Rohrbacher Weihnachtsmarkt schallte, begrüßten Landrat Clemens Lindemann, der Beigeordnete der Stadt St. Ingbert, Jürgen Schmitt, und Aloisius Tritz, Chef vom Dienst bei der Saarbrücker Zeitung, die Gäste. „Wir haben gehofft und gebetet, dass das Wetter so schön bleiben möge!“ rief Jürgen Schmitt, nachdem Landrat Lindemann die landschaftlichen Schönheiten des Saarpfalz-Kreises gelobt hatte. Ob man die nun schon kannte oder nicht – den meisten Wanderern war es im Grunde egal, ob sie auf vertrauten oder noch unbekannten Wegen spazierten. In der Hauptsache ging’s darum, sich überhaupt im Freien zu bewegen, zumal der sonnig-kalte Tag geradezu dafür geschaffen war. Die „Wiederholungstäter“ unter den Wanderern wussten ohnehin, dass die Wege, die die Saarpfalz Touristik für die SZ-Leserwanderung zusammenstellt, immer abwechslungsreich sind und die Schönheiten des jeweiligen Landstrichs heraus stellen. „Egal, ob Winter oder Sommer, der Rohrbacher Weiher ist immer superschön“, betonten Hans und Hannelore Küss aus Münchwies. Sie waren schon drei Mal bei Leserwanderungen dabei und haben nun auch ihre Nachbarn dafür begeistert.

 

Ein weißer Advents-Auftakt
1700 Leser machten bei Schnee und strahlend blauem Himmel bei der SZ-Wanderung mit

Das Wetter für eine Adventswanderung hätte besser nicht sein können: strahlend blauer Himmel, eine zartweiße Schneedecke auf den Wiesen und Feldern, kalt und ein bisschen windig. Und so waren rund 1700 SZ-Leserinnen und Leser der Einladung zur Adventswanderung gefolgt. Die Begeisterung war wie immer groß. Viel Lob gab’s für die Organisation.

Rohrbach. ,,Ich hätte gerne Plaketten und Wanderkarten für zwei Erwachsene und zwei Kinder“, sagt eine freundliche Dame aus Heusweiler und holt ihr Portemonnaie heraus. ,,Die Wanderung kostet nichts“, erklärt Kirsten Schwarz von der Saarpfalz-Touristik. Die Dame bedankt sich erstaunt.
Es gibt doch immer wieder Leser und Leserinnen, die zum ersten Mal bei unseren beliebten SZ-Wanderungen mitmachen, die zwei Mal im Jahr stattfinden: im Juni und um den 1. Advent herum. ,,Ich habe auch die Ankündigungen über die vorangegangenen Wanderungen immer gesehen“, sagt Marlies Schwarz aus Saarlouis und beißt beim Rohrbacher Weihnachtsmarkt genüsslich in ihren Flammkuchen, ,,aber ich habe nie Zeit gehabt, mitzugehen. Diesmal hat’s endlich geklappt. Ich bin total begeistert. Die Strecke war toll, die ganze Organisation war prima, ebenso das Wetter.“ Ebenfalls angetan war sie vom Rohrbacher Weihnachtsmarkt: ,,Das ist noch ein echter Weihnachtsmarkt und nicht eine dieser rein kommerziellen Veranstaltungen."
Auch Helene Klöppel aus Dudweiler war das erste Mal dabei und gehört nun prompt auch zu den Anhängern der SZ-Wanderung: ,,Ich finde, das war ein perfekter Adventsauftakt. Die Strecke am Rohrbacher Weiher ist immer wieder schön, besonders mit dieser leichten Schneedecke.“ Für sie und ihren Mann war die Gegend zwar nicht neu, ,,aber es ist etwas anderes, sie auch mal mit einer Gruppe abzuwandern und dabei so freundlich verpflegt zu werden.“ In der Tat waren die Rastplätze gut gewählt.
Am Geistkircher Hof war viel Platz auf dem Hof der Familie Beck, die eigens für die Wanderer Tische und Bänke in der Sonne aufgestellt hatten. Die warmen Wiener mit Senf und Brot und die heiße Bouillon waren genau das Richtige für einen ersten Stopp. Weiter ging’s dann durch den Wald in Richtung Rohrbacher Weiher.
Dafür mussten die Wanderer die nicht ungefährliche L 119 in Richtung Homburg überqueren. Doch die Polizei hatte vorgesorgt, ein Tempo-30-Schild aufgestellt und war selbst beim Regeln des Verkehrs vor Ort. Was man leider an einem kalten Wintertag nie ganz im Griff haben kann, sind eisglatte Stellen. Leider rutschte ein Wanderer aus und musste mit verknackstem Fuß ins Krankenhaus gebracht werden. Ansonsten vermeldeten Patrick Eckert und Eva Blechschmidt, die fürs Rote Kreuz (Ortsverein St. Ingbert) die Wanderung begleiteten, keine nennenswerten Vorkommnisse.
Am Rohrbacher Weiher standen die übrigen Kollegen vom Roten Kreuz und versorgten auf einer idyllischen Lichtung die Wanderer mit Glühwein und Kinderpunsch. Dazu konnte man sich Mandarinen und Lebkuchen aus den Kisten nehmen, die die Mitarbeiter der Saarpfalz-Touristik vor die Wanderhütte gestellt hatten.
Jörg Schuh, Vorsitzender des DRKOrtsvereins Rohrbach, bediente vor der Hütte die Wanderer mit alkoholischem Glühwein. ,,400 Liter haben wir vorbereitet“ sagte er, ,,das müsste reichen.“ Wer die nicht-alkoholische Mischung aus Holunder- und Kirschsaft bevorzugte, wurde ein Stück weiter unten von Ingrid Best bedient, die vor einem grauen DRK-Zelt ihren Tisch aufgestellt hatte. ,,Das Zelt haben wir mit aufgebaut“, betonten vier St-Georg-Pfadfinder aus Rohrbach.
,,Wir haben den Schnee von den Bänken entfernt“, zählte Laura Zimmermann, 12, auf, ,,und wir haben den Glühwein mit hergetragen“, fügt Simon Hirsch, 11, hinzu, ,,die ganzen Sachen ausgepackt und den Kinderpunsch umgerührt“, sagt Caner Gülacan, 11. Und Anna-Marie Schwarz gibt zu, auch schon von den Lebkuchen genascht zu haben, ,,bevor die ganzen Wanderer kamen“. Aber das, so fanden die Kinder, hätten sie sich für ihre Hilfe auch verdient.
Bei der Wanderung selbst waren diesmal deutlich weniger Kinder dabei als bei der vergangenen Sommerwanderung.

Womöglich fanden es manche Eltern doch zu kalt draußen und ließen die Kinder lieber zu Hause bei der Oma. Sofern die nicht auch mitwanderte. Hunde hingegen waren wieder die getreuen Begleiter ihrer wanderfreudigen Frauchen und Herrchen.
Ein Prachtexemplar war der 17 Monate alte Neufundländer Henri, der mit seinem Herrchen Günter Schmitt aus Neuweiler gekommen war. Der ließ sich den Glühwein schmecken, während die Wanderer sich kaum an seinem schönen Hund mit dem weichen Fell satt sehen konnten.

VON SZ-REDAKTEURIN
CHRISTINE MAACK

 

 

SZ vom Montag, 26. September 2005
Kerweredd mit Schmackes
in Rohrbach wurde zünftig gefeiert

VON SZ-MITARBEITER
JÖRG MARTIN

Denkern und Schwenkern war auf der Rohrbacher Kerb die satirische
Kerweredd von Günter Weiland und Enkel Florian Abel gewidmet.
Kommunalpolitische Fehlentscheidungen wurden ebenso aufs Korn
genommen wie das eigentümliche Verhalten einiger Bevölkerungsgruppen.
Das Publikum wusste bei strahlendem Wetter die tabufreien
Worte der Redner wie das kulinarische Angebot zu schätzen.

Rohrbach. „Wäm is die Kerb? – Unser! Unn wer grieht se nit? – Dengmert“, diesen Ausspruch konnte man am Wochenende in Rohrbach öfters hören. Erst recht, wenn man sich hinter der ehemaligen Wiesentalschule aufhielt. Dort und auf dem Festplatz, wo sich die Fahrgeschäfte befanden, wurde die Rohrbacher
Kerb gefeiert. Und zwar auf die zünftigste Art, wie man sie nur feiern konnte. Dies begann schon durch das traditionelle „Anschießen“ des Schützenvereins. Auf dem Schulhof war bei Bilderbuchwetter stellenweise kein Durchkommen. Sitzplätze waren Mangelware. Denker und Schwenker Der Höhepunkt des ersten Tages war zweifelsohne die „Kerweredd“, vorgetragen von Günter Weiland. Das Rohrbacher Original vollzog dieses Jahr einen „Traditionsbruch“ und trat nicht alleine, sondern mit seinem Enkel Florian Abel auf. Beide präsentierten die Kirmesrede „Denker und Schwenker“. Das Debüt des Duos kam beim Publikum gut an. Nichts war vor ihnen sicher. Angefangen beim neuen Ortsvorsteher über die bemerkenswerte Art, die Anzahl der Stände oder die der teilnehmenden Vereine beim diesjährigen Dorffest zu zählen: Mit gutem Timing und gekonnter Schlagfertigkeit nahmen sie Vereine, die niemand kannte, aufs Korn und belegten deren Existenz gar mit einer Tafel. Liberalität sei der Grund dafür gewesen, dass auch „Dengmerter“ Vereine hätten mitmachen dürfen. Ganz so locker nahm das Duo aber nicht alles. Abrechnung mit der Politik Bei der Charakteristik des Publikums am Glashütter Weiher wurde es da schon satirisch. Ob anti-autoritäre Erziehung bei den Alt-68ern oder Verwunderung über grillende Menschen aus der Ex-Sowjetunion:
Es gab keine Tabus. Da hielt sich auch der Kerweredd-Nachwuchs nicht zurück. So manche nur bedingt nachvollziehbare kommunalpolitische Entscheidung wie Baumfällaktionen, Dorf-Wettbewerbe, Parkplätze, das geplante Dorfgemeinschaftshaus wurde „verhackstückt.“


Grund für die gute Stimmung war auch das Kerwesingen am Samstag, welches zum sechsten Mal veranstaltet wurde. Der ausrichtende Verein, der Männerchor 1860, hatte das Singen als Wettbewerb organisiert. Sieger wurden dabei die „90er Bierbuwe“. Sie eroberten mit ihren bayrischen Liedern und den dazugehörigen urigen Trinksprüchen in kürzester Zeit die Sympathien des Publikums. Ein Fass Bier als Preis war ihnen sicher.
Die anderen Teilnehmer gingen keinesfalls leer aus: Die Kolpingfamilie, die Pfadfinder, der Heimatverein Edelweiss (die Vorjahressieger), der Musikverein und die Senioren-Tischtennis-Gemeinschaft erhielten jeweils einen Schinken als Anerkennung für ihre Darbietungen.

Roland Weber, der erste Vorsitzende des Männerchores, moderierte auf seine bekannte Art und Weise:
„Wir wollen die Leute dazu motivieren, nach dem offiziellen Programm in die Wirtschaften zu gehen. Die Feier hier soll keine Konkurrenz sein.“ Tag zwei der Kirmes stand ganz im Zeichen des Frühschoppens, der vom Männerchor und dem Jugendorchester des Musikvereins umrahmt wurde. Das Nachmittagsprogramm zu Kaffee und Kuchen gestaltete die Akkordeonvereinigung.

 

 

SZ vom Dienstag, 28. Juni 2005
Zeitungshüte gegen die Hitze

Schattenspender: Auch Zeitungshüte wurden beim Sommerfest der Schule für Körperbehinderte gebastelt. Foto: Bernhard Reichhart

Infos, Spaß und Unterhaltung beim Sommerfest der Schule für Körperbehinderte in Homburg

Das Sommerfest der staatlichen Schule für Körperbehinderte in Homburg nutzten viele Eltern, deren Kinder demnächst eingeschult werden, um die Schule näher kennen zu lernen.
Homburg. Freude pur herrschte beim alljährlichen Sommerfest der Staatlichen Schule für Körperbehinderte in den Universitätskliniken Homburg. Die zahlreichen Besucher aus nah und fern erlebten bei sommerlich heißen Temperaturen auf dem weitläufigen Gelände rund um die Schule ein buntes und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. Organisiert wurde das Fest in bewährter Weise wieder vom Verein der Freunde Körperbehinderter. Konrektor Stefan Friderich freute sich vor allem über die vielen ehemaligen Schüler und deren Eltern, die gekommen waren. "Unser Sommerfest stellt in jedem Jahr Treffpunkt und Wiedersehen für Freunde und Bekannte dar. Darüber hinaus nutzten viele Eltern, deren Kinder demnächst eingeschult würden, die Veranstaltung, um die Schule näher kennen zu lernen und erste Bekanntschaften zu schließen. "Das Sommerfest, das immer vier Wochen vor Schuljahresende stattfindet, dient auch dazu, die Schule mit ihren Angeboten und Aktivitäten nach außen darzustellen", fügte der stellvertretende Schulleiter und Vorsitzende des Vereins der Freunde Körperbehinderter, Joachim Bauer, hinzu. Gemeinsam mit 38 Eltern hatte man im Vorfeld das Gelände um die Schule in Schuss gebracht. Darüber hinaus wirkte bei der Gestaltung des Sommerfestes wieder ein fester Stamm an Partnern mit. Unter anderem engagierten sich die Feuerwehr Wörschweiler, die Pfadfinder oder die Reservistenkameradschaft mit abwechslungsreichen Angeboten. Eröffnet wurde das Fest mit einer Tanzeinlage der Gardemädchen des Karnevalsvereins Oberbexbach.
Anschließend hatten alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, an einem der vielen Spiele- und Bastelständen mitzumachen. Sie durften beispielsweise ein Tontopf-Memory spielen, Dosenwerfen, am heißen Draht oder auf dem Rollstuhl-Parcours ihre Geschicklichkeit beweisen, Kronkorken schlagen oder ein Holzpuzzle zusammensetzen. Ein Renner war sicherlich das Bierkasten-Klettern, bei dem es galt, so hoch wie möglich aufzusteigen - selbstverständlich bestens mit einem Seil gesichert.

Ein weiterer Höhepunkt des Sommerfestes war das Eintreffen der großen Motorräder. Ob Gold Wing, Harley Davidson oder die riesigen Trikes, alle standen für eine Rundfahrt durch das Universitätsgelände zur Verfügung. Das Rahmenprogramm umfasste eine Vorführung mit Begleithunden für Behinderte des Vereins Prima Partner. Die Pfadfindergruppe St. Georg aus Rohrbach hatte in einem Zelt eine Ausstellung aufgebaut. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Ob Pizza, Nudelgerichte, Reibekuchen mit Lachs oder die deftige Erbsensuppe der Reservisten, für jeden Geschmack war etwas dabei. Eine Sekt- und Cocktailbar luden ebenso zum Verweilen ein, wie das tolle Salat- und Kuchenbüffet. Musikalisch umrahmt wurde das Sommerfest von der Gruppe The Fenians mit Celtic Folk.

 

 

2004

SZ vom Dienstag, 14. Dezember 2004
Zelt und Lagerfeuer machen den Reiz bei den Pfadfindern aus
Stamm Rohrbach hat derzeit rund 30 Mitglieder
Rohrbach. Anna Marie Schwarz schreibt für das Projekt "Zeitung in der Grundschule“ über ihr Hobby, die Pfadfinder:
Die Pfadfinder gibt es schon seit 1907, die DPSG, das ist die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg seit 1929. Im Jahr 1948 wurde von Landesfeldmeister Karl Fleischmann und dem 1. Stammesfeldmeister Werner Michaeli der Stamm Rohrbach gegründet. 1998 wurde der Stamm Rohrbach 50 Jahre alt und die Stammesvorsitzenden hießen und heißen heute noch Michel und Silke (meine Leiter).
Es gibt zirka 30 Pfadfinder im Stamm Rohrbach. Meine Gruppe trifft sich jeden Mittwoch um 17 Uhr zur Gruppenstunde im Jugendheim Rohrbach. Die Pfadfinder machen mehrmals im Jahr ein großes Lager. Im Lager wird dann gespielt, gesungen und geschlafen.
Bei den Pfadfindern unterscheidet man verschiedene Stufen. Jede Stufe hat ihr eigenes Halstuch. Die Wölflinge zum Beispiel tragen ein orangefarbenes Halstuch, die Jungpfadfinder ein blaues, die Pfadfinder ein grünes, die Rover ein rotes, die Leiter ein graues und die Woodbadge (Leiter mit spe
zieller Ausbildung) ein rot-graues.
Ich bin ein Wölfling mit einem orangefarbenen Halstuch. Am meisten Spaß habe ich am Zelten. Im Sommer machte ich zum ersten Mal bei einem ganz großen Pfadfindertreffen mit. Das war toll.
Weitere Infos über die DPSG gibt es unter www.dpsg-rohrbach-saar.de
Anna Schwarz, Johannesschule

 

SZ vom Freitag, 15. Oktober 2004
Per Funk und Internet treffen sich die Pfadfinder.
Damit Kinder und Jugendliche die Pfadfinder als einen weltweiten Jugendverband erleben können, in dem man sich gegenseitig austauschen kann, findet dieses Wochenende ein Funk- und Internet-Jamboree statt.
Rohrbach. An diesem Wochenende, 16. und 17. Oktober, treffen sich weltweit Pfadfinderinnen und Pfadfinder über Funk und Internet. Beim Jamboree-on-the-Internet (JOTI) und dem Jamboree-on-the-Air (JOTA) nehmen Pfadfinder aus mehr als 110 Ländern miteinander Kontakt auf. Sie können mit anderen über ihre Unternehmungen und Pläne sprechen, über die Pfadfinder ihres Landes, über ihre Gruppen und über sich selbst.
Auch Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) des Stammes Rohrbach haben sich für das Wochenende im Jugendheim verabredet. Sie werden vom heutigen Freitag bis Sonntag Computer zusammen schließen. Dann hört man nur noch das Tippen auf der Tastatur, während 20000 Kilometer entfernt eine Nachricht auf dem Bildschirm erscheint.
"Mit der Beteiligung an JOTA/ JOTI wollen wir erreichen, dass Kinder und Jugendliche die Pfadfinder als einen weltweiten Jugendverband erleben und den Austausch ermöglichen", erläutert der Rohrbacher Stammesvorsitzende Michael Staut die Hintergründe. Beim Jamboree-on-the-Air lockern Funkspiele und -rätsel das Programm auf, über das Packet Radio kann man mit anderen Pfadfindern chatten und via Slow-Scan-Television Bilder empfangen und verschicken. Beim Jamboree-on-the-Internet tauschen Pfadfinder im Chat Informationen aus und können via Soundkarte und Headset sogar miteinander sprechen. Bei Video-Konferenzen besteht zudem die Möglichkeit die Gesprächspartner zu sehen.
Als Jamboree bezeichnen Pfadfinder und Pfadfinderinnen weltweite Treffen. Zu diesen kamen 1999 nach Chile und 2002 nach Thailand jeweils mehr als 10000 Pfadfinder aus der ganzen Welt. Die Weltpfadfinderbewegung ist mit über 28 Millionen Mitgliedern der größte Kinder- und Jugendverband und in über 212 Ländern und Gebieten aktiv. In Deutschland hat die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg bundesweit 95000 Mitglieder und ist dabei der größte katholische Jugendverband.
Die DPSG Stamm Rohrbach eröffnet das JOTA/JOTA am Freitagabend um 19 Uhr. Besucher sind herzlich willkommen.
Weitere Informationen zum Stamm Rohrbach sind auf der Webseite: www.DPSG-Rohrbach-Saar einzusehen. Nähere Auskunft gibt es auch unter info@DPSG-Rohrbach-Saar.de.

 

SZ vom Dienstag, 08. Juni 2004
Gefeiert und geholfen
Pfadfinder feierten 75. Geburtstag im Westerwald
Eine riesige Geburtstagsparty unter freiem Himmel feierten mehr als 6300 Pfadfinderinnen und Pfadfinder, darunter die aus Rohrbach und Heckendalheim, in Westernohe (Westerwald).

Foto: Staut

Rohrbach/Heckendalheim. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) wird in diesem Jahr 75 Jahre alt. Auf Europas größtem Zeltplatz im Westerwald standen die Zelte dicht beisammen. Pfingsten in Westernohe ist schon Tradition in der DPSG und lockt jedes Jahr mehr Mitglieder des katholischen Pfadfinderverbandes in Deutschland an. Im Jubiläumsjahr kamen so viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder wie nie zuvor.
"Westernohe ist die Seele unseres Verbandes", erklärte Pater Guido Hügen, Bundeskurat der DPSG. Er zelebrierte am Sonntag den Gottesdienst unter freiem Himmel. Parallel zur Geburtstagsfeier eröffnete die DPSG ihre Jahresaktion "Kira Rwanda - Liebe das Leben". Im Jubiläumsjahr unterstützen die deutschen Pfadfinder ihren Partnerverband in Rwanda. Die afrikanischen Pfadfinder leisten in ihrem Land Aufklärungsarbeit zu HIV und Aids. Gäste aus Kigali berichteten den Kindern und Jugendlichen über ihren Alltag. "Soziales Engagement und Solidarität prägen seit Jahrzehnten unsere Arbeit", erklärte die Bundesvorsitzende der DPSG, Ute Theisen. In den 60er Jahren entstand in Westernohe die Idee, jährlich eine bundesweite Solidaritätsaktion zu starten. "Es passt also zusammen, dass wir in Westernohe feiern und die Aktion Kira Rwanda eröffnen", sagte Theisen.
 
Neue Freunde kennen gelernt
Neben den besonderen Aktionen genossen die Pfadfinder aus Rohrbach und Heckendalheim die Sonnenstrahlen, machten Lagerfeuer, lernten andere Pfadfinder kennen und streiften über das riesige Zeltplatzgelände.
Mit 95000 Mitgliedern ist die DPSG Deutschlands größter Pfadfinderverband. Mehr als 1400 Ortsgruppen bestehen in Deutschland. Aus nahezu jeder der 26 Diözesen waren am Pfingstwochenende Kinder, Jugendliche und Gruppenleiter nach Westernohe gekommen. Weitere Informationen zur DPSG und zur Jahresaktion geben gerne die Stämme in Rohrbach und Heckendalheim.

2003

SZ vom Freitag, 12. Dezember 2003
Eine Klasse der Erweiterten Realschule Ludwigschule und Rohrbacher Pfadfinder bekamen gestern den Präventionspreis

Ideen gegen Gewalt und Sucht Die Urkunden zum Präventionspreis überreichten gestern den Schülern der Klasse 6.2 der Ludwigschule mit Lehrerin Jutta Wahl (Zweite von links) und dem Stamm Rohrbach der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg Gerd Schöffler, der Vorsitzende des Kriminalitätsvorbeugung-Beirats St. Ingbert, Michael Pfestorf vom Lions Club, Bürgermeister Georg Jung und Markus Jung von Time to Climb

 

 

Foto: Imageservice

Rohrbach (mal). Um den Einsatz der jüngsten Mitglieder der Gesellschaft gegen Gewalt, Sachbeschädigung, Diebstahl und Sucht zu würdigen, verlieh gestern der Beirat zur Kriminalitätsverhütung der Stadt St. Ingbert erstmals einen Präventionspreis. Dazu hatten Gerd Schöffler, der Vorsitzende des Beirates, und Harald Conrad, der Vorsitzende des Beiratsarbeitskreises "Kinder und Jugend", alle in die Aula der Erweiterten Realschule II in Rohrbach eingeladen, die sich an der Ausschreibung "Macht mit - zeigt's uns" beteiligt hatten.

Bis zum 15. November hatten Kinder- und Jugendgruppen im Alter von zehn bis 18 Jahren die Möglichkeit, bei einem Kreativ-Wettbewerb Ideen zu entwickeln, um Ungerechtigkeiten und Kriminalität zu vermeiden. Als Gewinn winkten 250 Euro, die der Lions Club St. Ingbert stiftete, und als zweiter Preis ein Kletterkursus bei Time to Climb.

Löwenstarke Aktionen

"Dieser Präventionswettbewerb passt genau zu dem Programm, das der Lions Club in Sachen Gewaltprävention unterstützt", erklärte der Jugendbeauftragte der Lions, Michael Pfestorf. Derzeit finanzieren die St. Ingberter Löwen das "Mini-Coolness-Training", das der Kriminalitätsbeirat in allen Kindergärten durchführt. Sie unterstützen auch die Projekte "Klasse 2000" zur Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung in den Grundschulen und "Lions Quest" an den weiterführenden Schulen.

Für ihre hervorragenden Ideen bekamen gestern die Schüler der Klasse 6.2 der Erweiterten Realschule eine Urkunde des Kriminalitätsbeirates und den ersten Preis, der von Michael Pfestorf überreicht wurde. Die Schülerinnen und Schüler hatten zusammen mit ihrer Lehrerin Jutta Wahl einen Film mit fünf Szenen zum Thema gedreht. Zuerst hatten die Kinder gruppenweise Geschichten entwickelt, aus denen ein Drehbuch erstellt wurde, das die Kinder dann in einer Art Zeichentrickfilm umgesetzt hatten. Der zweite Preis, die Urkunde des Beirates und der Gutschein für den Kletterkursus bei Time to Climb, überreicht von Markus Jung, ging an die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), Stamm Rohrbach. Die Pfadfinder hatten vorgeschlagen, gegen wilde Spray-Aktionen von Seiten der Stadt Wände für legale Graffiti anzubieten und zentrale Punkte mit Web-Cams zu überwachen. Sie forderten gegen Rangeleien auch mehr Polizeipräsenz zu den Tageszeiten, in denen vermehrt Jugendliche unterwegs seien, sowie strengere Kontrollen in Gaststätten und Tankstellen, was die Abgabe von Alkohol an Jugendliche angehe.

Mit einem großen Programm wurden die Ausgezeichneten gestern Vormittag gefeiert. Den Rahmen gestalteten die Schülerinnen und Schüler der Realschule: Mit Tanzvorführungen der Fünfer- und Siebenerklassen, einstudiert von Nadine Brettar, und einer Gesangsdarbietung der drei Sechserklassen unter der Leitung von Dorothee Steffen sorgten die Kids für Stimmung in der Aula. Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin der Realschule, Susanne Fritz, und Gerd Schöffler, der die Arbeit des Beirates und den Wettbewerb im Besonderen vorstellte, wurden auch besondere Projekte vorgestellt. Eindrucksvoll demonstrierten 17 Schülerinnen der Schule, was sie in dem derzeit laufenden Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursus, der von Gisela Hauprichs und Marliese Winkel, beides Trainerinnen des saarländischen Ju-Jutsu-Verbandes, betreut wird, bereits gelernt haben. Danach stellte sich Schoolworkerin Christine Sinnwell dem Publikum vor. Seit Oktober ist sie für vier St. Ingberter Schulen (ERS I und II, Leibniz- und Albertus-Magnus-Gymnasium) zuständig.

 
 
 
 
 

SZ vom Samstag, 11.10.2003
Freunden war Vereinsleben zu ruhig
1928 gründeten drei Jungen der katholischen Jugend die St. Ingberter Pfadfinder - Jetzt wurde 75-jähriges Bestehen gefeiert
 
Großes Pfadfindertreffen Pfadfinder aus Rohrbach, Friedrichsthal, Aschaffenburg und dem Münsterland hatten auf dem Vereinsgelände St. Franziskus ihre Zelte aufgeschlagen, um das 75-jährige Jubiläum der Pfadfinder St. Ingbert-Mitte gemeinsam zu feiern. Auch ein Stationenspiel quer durch die ganze Innenstadt wurde veranstaltet.
 
 
 
 
Foto: Wirth
 
St. Ingbert (wir) . Drei Freunde aus der katholischen Jugend gründeten 1928 die St. Ingberter Pfadfinder, da ihnen "das einseitige und ruhige Vereinsleben nicht mehr genügte", wie einer der Gründer schrieb. Der Stamm St. Ingbert-Mitte ist heute in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) organisiert.

An dieses Jubiläum wurde jetzt mit einem Fest und Gedenkgottesdienst gedacht. Zu einem Wochenende hatte der Stamm St. Ingbert-Mitte einige befreundete Pfadfinder und viele Gäste eingeladen. So schlugen einige Pfadfinder aus Rohrbach, Friedrichsthal, Aschaffenburg und dem Münsterland auf dem Vereinsgelände St. Franziskus ihre Zelte auf, um das Wochenende dort gemeinsam zu verbringen. Abends wurde in gemütlicher Runde am Lagerfeuer gegrillt und gesungen, bevor man spät abends todmüde zu "Bett" ging.

Mit einem Stationenspiel quer durch ganz St. Ingbert begann nach dem Frühstück der erste gemeinsame Tag. Dabei mussten drei gemischte Gruppen fünf Stationen - verteilt im gesamten Stadtgebiet - anlaufen und dort Aufgaben lösen. Dieses Spiel forderte die Kinder zwar, machte ihnen aber auch eine Menge Spaß. Am Abend waren die Altpfadfinder zum Lagerfeuer eingeladen. Zum Bedauern aller regnete es sehr stark, was die Stimmung aber nicht beeinträchtigte. Bei Bier, Würsten und Schwenker saß man in gemütlicher Runde unterm Pavillon und unter der Decke und erzählte sich Geschichten aus alten Pfadfinderzeiten.

Am Morgen des zweiten Tages fand um zehn Uhr in der Pfarrkirche St. Franziskus ein Gedenkgottesdienst anlässlich des Pfadfinderjubiläums statt. Es waren viele Gemeindemitglieder aber auch Pfadfinder aus den anderen Stadtteilen Rohrbach und Hassel gekommen, um gemeinsam zu feiern. Der Gottesdienst wurde von den Pfadfindern des Stammes St. Ingbert-Mitte programmatisch gestaltet, die Rohrbacher Pfadfinder sorgten mit ihren Instrumenten und ihrem Gesang für die musikalische Unterstützung. Der Gottesdienst fand bei Pater Hans Lamers, den Pfadfindern und den Gemeindemitgliedern viel Anerkennung.

Auf dem Vereinsgelände der Pfadfinder wurde dann das alljährliche Sommerfest mit Musikdarbietungen des Schülerorchesters der Bergkapelle St. Ingbert eröffnet. Nicht nur für die Unterhaltung sondern auch das leibliche Wohl war mit einer Gulaschsuppe, Würsten, Schwenker, Pfadfindersteaks, Salattellern, Kaffee und Kuchen, sowie Getränken aller Art zu fairen Preisen gesorgt.

Sieger mit Urkunden ausgezeichnet

Zur Mittagszeit begrüßte der erste Vorsitzende des Stammes St. Ingbert-Mitte, Stefan Gress, nicht nur die zahlreichen Gäste, sondern auch den Schirmherrn des Festes, Bürgermeister und Ehrenpfadfinder Georg Jung. Mit einigen Worten beglückwünschte Jung den Jubiläumsverein und dankte den Organisatoren für die gelungene Veranstaltung. Mit eigens geschaffenen Urkunden zeichnete er die Sieger des Stationenspiels aus.

Auch der im Rahmen des Sommerfestes durchgeführte Bücherbasar und die große Tombola mit sehr vielen Sachpreisen fanden sehr großen Anklang. Alles in allem waren die Veranstaltungen ein riesiger Erfolg für die Pfadfinder und wurde dem großartigen Jubiläum mehr als gerecht. Der ein oder andere ist nach dem Fest nun auch bei den Pfadfindern hängen geblieben und besucht mit großer Begeisterung die Gruppenstunden der DPSG, Stamm St. Ingbert-Mitte. Die Pfadfinder würden sich auch über noch mehr Gruppenmitglieder freuen.

 
 
SZ vom Donnerstag, 08.10.2003
Funkfreunde unterstützen Rohrbacher Pfadfinder
 
St. Ingbert (red). Am 18. und 19. Oktober werden die Funkamateure des Ortsverbandes "Südsaar" im Deutschen Amateur Radio Club bei der Pfadfinderschaft "St. Georg" in Rohrbach helfen. An diesem Wochenende findet der "Jamboree on the Air" der Pfadfinder statt. Mit den Mädels und Jungen wird ein Lauflicht gebastelt. Versteckte Sender müssen mit Peilempfängern gefunden werden. Eine Ausbildungsfunkstation wird für die Pfadfinder aufgebaut. Infos unter www.DPSG-Rohrbach-Saar.de oder bei den Funkamateuren unter: www.ov-q11.de
 
SZ vom Dienstag, 30.09.2003
"Heimat, dein Name ist Rohrbach"
Neues Rohrbach-Lied beim Kerwesingen - Günter Weiland zog über OB-Kandidaten her
 
Spitze Verse Der Rohrbacher Barde Günter Weiland hielt
eine brillante Kerweredd beim vierten Kerwesingen.
Er nahm die OB-Kandidaten aufs Korn, die bei ihren
Visionen Rohrbach und Hassel vergäßen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Foto: Senzig
 

Rohrbach (se). Es war wieder ein gelungener Auftakt zur Kirmes in Rohrbach. Das vierte Kerwesingen am Samstagnachmittag im Hof der Wiesentalschule, zu dem Männerchor 1860 sangesfreudige Vereine und Gruppierungen eingeladen hatte, fand bei den Rohrbachern eine große Resonanz. Ursprünglich hatten sich acht Sängergruppen für das Kerwesingen angesagt, doch zum Bedauern vieler Besucher des noch jungen Brauches an der Kirmes sagten kurzfristig drei Hobbychöre ab. Durch das Programm führte gekonnt mit Witz und saloppen Worten der bekannte Rohrbacher Entertainer Martin Biedermann.

Der Jury gehörten je ein Vertreter aus den teilnehmenden Vereinen an. Der war jedoch beim Liedvortrag des eigenen Vereins ohne Stimmrecht.

Fünf Kriterien - optisches Erscheinungsbild, Originalität der Lieder, Schwierigkeitsgrad, melodisch gefällig und Aussprache/Textverständnis - bewerteten Stefan Abel, Oliver Jung, Stefan Klahm, Albert Senzig, Michael Staut, Friedel Voss und Günter Weiland.

Wanderlieder, Volkslieder und bekannte Chanson wurden vorgetragen, wofür die Hobbychöre verdienten Beifall erhielten. Zwei Chöre, die Kolpingfamilie und die 90er Bierbuwe, gefielen insbesondere durch die Originalität ihres Liedvortrages. Die Sänger und Sängerinnen der Kolpingfamilie hoben ein neues Rohrbach-Lied aus der Taufe: "Heimat, dein Name ist Rohrbach", Text von Eddi Gebhard und einer leicht eingängigen Melodie im Drei-Viertel-Takt von Norbert Feibel. Die Melodie kam so gut an, dass beim da capo ein "Fischer-Chor" im Hof der Wiesentalschule sang. Die Jury vergab folgende Preise: Das beste Erscheinungsbild hatten die Pfadfinder, die originellsten Lieder sangen die 90er Bierbuwe, die schwierigsten Stücke hatte sich der Wanderclub Edelweiß vorgenommen, melodisch besonders gefällig sang der Musikverein, und für Aussprache und Textverständnis wurde die Kolpingfamilie ausgezeichnet. Auf einen Auftritt wartete die stattliche Zuhörerschar mit Spannung: die Kerweredd von Günter Weiland. In piekfeinen Versen entfachte der bekannte Rohrbacher Barde ein prachtvolles aktuelles Feuerwerk an spritzigen Worten. Er wolle keine Partei ergreifen für einen der sieben OB-Kandidaten, aber erläutern wolle er ihre Visionen doch. Alle Kandidaten redeten bei der gemeinsamen Vorstellung in der Stadthalle von der Kernstadt, aber keiner habe seine Visionen über Rohrbach und Hassel erwähnt. Ein anderes Thema nahm Weiland mit spitzer Zunge ins Visier: die Sesselbahn. Könnte man die Sesselliftbahn am Monte Carlo (Kahlenberg) endgültig abbauen und am Stiefel montieren, dann würde man das als Attraktion für St. Ingbert im ganzen Lande anpreisen, dann wäre auch Geld für die Sesselbahn vorhanden.